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Karneval in Köln

Seit 200 Jahren heißt es in Köln alljährlich am 11.November um 11.11 Uhr: „Kölle Alaaf!“. Die Anzahl der Karnevalsfeste- und Sitzungen nimmt ab November konstant zu und findet ihren Höhepunkt im Rosenmontagszug, der meist im Februar oder März stattfindet. Der Kölner Karneval ist der bekannteste und größte Umzug Deutschlands.

Spätestens ab Weiberfastnacht befindet sich die Stadt Köln im Ausnahmezustand. Die Bewohner und die zahlreichen extra angereisten Touristen schmücken sich mit den verschiedensten, teils sehr originellen, teils allseits beliebten und viel gesehenen Verkleidungen und feiern was das Zeug hält. In Kneipen, Bars und auf den Straßen ist in Köln in der Hauptkarnevals-Zeit nichts mehr wie sonst. Kaum ein Kölner geht an den Karnevalstagen zur Arbeit, die meisten nehmen sich vorausschauend Urlaub.

Neben dem Hauptereignis des Rosenmontagsumzuges finden unzählige Sitzungen und Bälle mit Büttenredners und Tanzeinlagen statt. Der im Gegensatz dazu stehende Straßenkarneval ist unorganisiert und meist spontan – aber nicht weniger ausgelassen.

Der bekannte Ausruf „Kölle Alaaf“ heißt soviel wie „Es lebe Köln“ und war ursprünglich einmal ein Trinkspruch. Außerhalb der offiziellen Veranstaltungen des Kölner Karnevals haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten einige Alternativ-Bewegungen durchgesetzt. Die Strunksitzung beispielsweise beleuchtet die Karnevalstradition aus politisch-kabarettistischem Blickwinkel und wird immer beliebter. Der nachts veranstaltete Geisterzug erfreut sich ebenfalls zunehmender Beliebtheit und findet jeweils am Karnevalssamstag statt.

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